Transparenz

Wir erzählen die ganze Geschichte hinter Ihren Hemden. Vom Baumwollfeld bis zur Verpackung. Erfahren Sie mehr über die Menschen, die an der Herstellung beteiligt sind und den Weg, den Ihr Hemd zurückgelegt hat. Wir sind persönlich zu jedem Partnerbetrieb gereist, und haben die Menschen hinter jedem Herstellungsschritt kennengelernt. Die Biobaumwolle wird in Indien kultiviert und zum Garn gesponnen, in Österreich gefärbt und gewoben und in Bosnien und Herzegowina genäht.

CARPASUS Traceability of Production

Der CARPASUS Traceability Code

Jedes CARPASUS Hemd trägt einen Code im eingenähten Wasch-Etikett, mit dem Sie genau nachverfolgen können, wo und von wem ihr Hemd produziert wurde. Die erste Kollektion trägt den Code „LI1BE 1540245“. Mit diesem Code erhalten Sie alle detaillierten Informationen zur Herstellung ihres Hemdes im bioRe ® Traceability Tool.

NUR HEMDEN! (Krawatten und Socken: siehe weiter unten) Geben Sie Ihren Code im untenstehenden Feld ein und verfolgen Sie auf der Weltkarte den ganzen Weg des Hemdes:

KRAWATTEN UND SOCKEN: Bitte geben Sie Ihren Traceability Code für Krawatten und Socken hier ein:

 

Folgen Sie der Reise Ihres CARPASUS Hemdes:

1 - Biobaumwolle aus fairem Handel in Kasrawad, Indien

2 - Baumwollspinnerei in Kolhapur, Indien

3 - Garnfärbung und Stoffherstellung in Bludenz, Österreich

4 - Näherei in Maglaj, Bosnien und Herzegowina

 

CARPASUS Kultivation der Baumwolle mit bioRe Bauern in Kasrawad, INdien

1 - Biobaumwolle aus fairem Handel in Kasrawad, Indien

Unsere Biobaumwolle stammt von indischen Kleinbauern, die rund um Kasrawad Biobaumwolle kultivieren für die Organisation bioRe® India Ltd., welche im Jahr 1991 von der Schweizer Biobaumwollpionierin Remei AG mit Sitz in Rotkreuz gegründet wurde. Kasrawad befindet sich rund 600 km Nordöstlich von Mumbai im indischen Baumwollgürtel. Der Biobaumwollanbau schont die Umwelt und ermöglicht den Bauern, in Integrität und in Einklang mit der Natur zu leben.

Das Team von bioRe ® India Ltd vermittelt den Baumwollbauern das nötige Wissen für den Bioanbau und stellt ihnen Mittel, wie beispielsweise die nicht genmanipulierten Baumwollsamen zur Verfügung. Mehr als 3'000 Bauern liefern ihre handgepflückte Biobaumwolle an bioRe®.bioRe® kontrolliert die Qualität der Biobaumwolle, gibt den Bauern eine Abnahmegarantie und bezahlt ihnen eine 15% Prämie zum konventionellen Marktpreis. Die Baumwolle wird dann von den Feldern mit LKWs abgeholt oder von den Bauern selbst mit Ochskarren zur Entkernungsanlage in Kasrawad gebracht. In der Entkernungsanlage werden die Baumwollsamen maschinell von den Fasern getrennt. Nach dem Entkernungsprozess wird die Baumwolle zu grossen Baumwollballen gepresst und zu der Spinnerei, dem nächsten Verarbeitungsprozess, transportiert.

Die Bauern arbeiten gemäss dem bioRe® Sozial- und Umweltstandard. Sie verwenden keine genmanipulierten Baumwollsamen, keine künstlichen Dünger oder Pestizide. verzichten auf Monokulturen. Ihre Baumwolle ist gemäss der EU Norm 834/2007 und den Richtlinien des US-amerikanischen National Organic Programm (NOP) angebaut. Die Zertifizierungsstellen bioinspecta, ecocert und indocert überprüfen regelmässig die Einhaltung der Biokriterien. Inspektoren der Auditierungsstelle FLO-Cert, welche auch den bekannten Fairtrade-Standard auditieren, kontrollieren wiederum die sozialen Anforderungen des bioRe ® Standards.

  CARPASUS Baumwollspinnerei bei Eurotex in Kolhapur, Indien

2 - Baumwollspinnerei in Kolhapur, Indien

Von der Entkernungsanlage in Kasrawad wird die Biobaumwolle zur Spinnerei Eurotex Industries & Exports Ltd. in Kolhapur transportiert. Dort wird die Biobaumwolle in vielen mechanischen Einzelschritten zu einem feinen Garn verspinnt. Das Unternehmen Eurotex beschäftigt rund 1'000 Angestellte und ist nach dem Sozialstandard SA8000 und ebenfalls nach OEKO-TEX 100 und Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert.

Kolhapur befindet sich im Staat Maharashtra und liegt auf der Strecke Goa-Pune-Mumbai. In der Stadt leben ca. 550’000 Einwohner. Sie ist nicht touristisch erschlossen und man begegnet kaum einem westlichen Touristen. Bekannt ist die Stadt für ihre Ringsportler. Im Zentrum befindet sich ein Ausbildungszentrum, wo junge Männer für Tourniere und Meisterschaften in Griechisch-Römisch und Freistil trainieren.

  CARPASUS Färben und Weben des Stoffes bei Getzner in Bludenz, Österreich

3 - Garnfärbung und Stoffherstellung in Bludenz, Österreich

Mit dem Schiff gelangt der Garn von Indien nach Europa, wo er bei der Traditionsfirma Getzner Textil AG in Bludenz, Österreich unweit der Schweizer Grenze gefärbt und verwoben wird. Das Familienunternehmen Getzner, Mutter & Cie mit seinen mehr als 700 Angestellten in Bludenz ist stark mit dem Vorarlberg verbunden. Es wurde bereits 1818 gegründet und hat in den letzten Jahren hohe Summen in den Bludenzer Standort investiert. In hochmodernen Maschinen entsteht dort der Twill-Stoff für die CARPASUS Hemden mit der charakteristischen diagonalen Struktur.

Als traditionsreicher Färber und Weber ist sich die Firma Getzner Textil ihrer ökologischen Verantwortung bewusst. Die Produktion von Getzner erfüllt den bluesign® Standard. Dieser Standard setzt auf der Stufe der Färbung und Stoffherstellung hohe ökologische Massstäbe, was den Umgang mit Ressourcen wie Wasser, Energie und den Einsatz von Chemikalien und Emissionen in Luft und Wasser betrifft. So definiert der Standard beispielsweise, welche Chemikalien mit welchen Grenzwerten eingesetzt werden dürfen, um sichere Verfahren für Arbeitnehmer und gesundheitlich unbedenkliche Produkte für die Verbraucher zu gewährleisten.

  CARPASUS shirt manufacturing at Bontex in Maglaj, Bosnia and Herzegovina

4 - Näherei in Maglaj, Bosnien und Herzegowina

Von Österreich erreichen die Stoffe zuerst die Firma J. Weder-Meier AG in Diepoldsau im St. Galler Rheintal, mit der wir zusammen das Design des CARPASUS Hemdes konzipieren. Die Schweizer Firma mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Hemdenmanufaktur hat Produktionspartner in Osteuropa. Auf dem Landweg werden die Stoffe nach Bosnien und Herzegowina transportiert, wo sie in Maglaj bei der Firma Bontex zu hochwertigen Hemden verarbeitet werden.

Dem Gründer und Firmeninhaber Senajid Husic liegt viel an Qualität in der Produktion. Er weiss auch, dass seine Angestellten sein wichtigstes Kapital sind. Bontex wird auf die Einhaltung des Sozialstandards SA8000 kontrolliert, welcher hohe Anforderungen stellt Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, Gewerkschaftsfreiheit, Verbot von Diskriminierung, Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, Verbot von Disziplinarstrafen, geregelte Arbeitszeiten und eine angemessene Entlöhnung.

Die Stadt Maglaj ist ca. 1.5 Fahrstunden von der Hauptstadt Sarajevo entfernt. Die Firma Bontex hat sich dort auf die Produktion von Herrenhemden spezialisiert. Sie wurde 2005 gegründet. Heute arbeiten etwa 220 Mitarbeiter für die Firma, wobei nur 20 davon Männer sind. Für das Land, das immer noch vom Krieg geprägt ist und welches eine Arbeitslosenquote von über 40% vorweist, bietet die Firma den Menschen der Region rund um Maglaj wichtige Arbeitsplätze.