Die Geschichte des Hemdes – CARPASUS | Nachhaltige Herrenhemden
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Die Geschichte des Hemdes

Heute ist es von keinem männlichen (und oft auch weiblichen) Kleiderschrank wegzudenken; das Hemd. Ein Symbol für Souveränität, Geschäftssinn und Eleganz. Das Hemd begleitet einen beim Bewerbungsgespräch, beim entscheidenden Meeting, der Hochzeit und dem ersten Schwiegerelternbesuch. Doch wie entstand der zeitlose Klassiker? Folgend eine kleine Biographie zum wohl wichtigsten Kleidungsstück des Mannes.

Bis auf die Haut

Das Hemd hat sich im Laufe der Zeit hochgearbeitet. Seinen Vorfahren gab es schon 1'000 vor Christus, jedoch diente es bis Ende des 19. Jahrhunderts nur als Unterbekleidung. Das Wort ‚Hemd’ stammt dabei vom althochdeutschen ‚Hemedi’ ab, was Haut bedeutet. Zu Beginn reichte es bis zum Boden, war knopflos und wurde von den Männern als Unterwäsche oder Pyjama getragen – in seiner Urform also ein ‚Nachthemd’. In das Hemd musste also hineingeschlüpft werden; noch heute kennt man den Begriff ‚Schlupfhemd’.

Im Mittelalter kamen dann erste Spitzenverzierungen und austauschbare Krägen auf. Das weisse Hemd wurde insbesondere in der viktorianischen Epoche zum Statussymbol (1837-1901). Die reine Farbe verriet nicht nur eine gute Arbeit, bei der man sich nicht schmutzig machen musste, sondern zudem genug Geld um die Hemden regelmässig zu reinigen.

Die ersten Modelle wurden aus Leinen hergestellt – erst durch die industrielle Revolution, gegen Ende des 18. Jahrhunderts, wurde die weichere Baumwolle günstiger und somit für Hemden beliebter. 

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Dem Hemd an den Kragen

Die Geschichte des Hemdes kann man ihm auch am Kragen ablesen. Waren es im Mittelalter noch feine Bündchen, so galt der extrem steife Kragen 1840 als Symbol feiner Kreise – je härter und höher der Kragen, desto edler das Hemd. In seiner extremsten Form reichte der Kragen bis hin zu den Ohren.

Die weniger Privilegierten ohne grosses Schneiderbudget knüpften sich Vorderhemd und Kragen selbst zusammen.

Bekannt wurde hier auch der ‚Vatermörder’, ein hoher, aufgestellter Kragen, welcher mit seinen scharfen Kragenecken nicht selten Hautrisse am Hals verursachte und sich so seinen Übernamen einfing. Wurde das Hemd vorher mit Halstuch getragen, so verkümmerte es mit dem Aufkommen des nach unten gebogenen Kragens zur symbolischen Fliege.

Während des 1. Weltkriegs wurden die Männer mit weicheren Hemden und angebrachten, weichen Krägen ausstaffiert. Die Männer gewöhnten sich daran und nach dem Krieg entbrannte bald eine hitzige Debatte zwischen konservativen Steif-Kräglern und den neuen Weich-Kragen-Fans. Beide Formen sind noch heute vertreten – wobei die weichen, aufliegenden Krägen eher bei Freizeithemden vorkommen und die steifen Krägen etwas an Komfort gewonnen haben.

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Bis auf das letzte Hemd

Im 19. Jahrhundert wurde das Hemd näher an den Körper geschneidert. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war das weisse Hemd ein Symbol des Reichtums – und noch heute gilt es wohl als die eleganteste Form. Anfang des 20. Jahrhunderts kam das heutige Hemd mit durchgehender Knopfleiste auf der Vorderseite auf und die Zeiten des Schlupfhemds waren endgültig vorbei.

Die Brusttascheist übrigens eine Erfindung der 60er-Jahre; mit dem Aussterben der Weste unter dem Anzug musste ein Ersatz für die Aufbewahrung her.

Das Hemd ist wohl eines der ältesten Kleidungsstücke, welche heute noch in unserem Schrank hängen. Zwar hat es seine Form geändert, doch das Hemd selbst ist nie aus der Mode gekommen. 

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